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Ursachen für Blut im Urin – Wann Sie medizinische Hilfe benötigen!

Nicht jede Verfärbung des Harns in rötlicher Farbe ist zwingend auf das Vorhandensein von Blut im Urin zurückzuführen. Es ist von entscheidender Bedeutung, zunächst festzustellen, ob es sich tatsächlich um Blut im Urin handelt.

Blut im Urin als Hinweis auf eine Entzündung

Die häufigste Ursache für das Vorhandensein von Blut im Urin sind Infektionen der Harnwege. Blasenentzündungen treten bei Frauen besonders häufig auf, während sie bei Männern eher selten vorkommen. Dieser Unterschied hat eine einfache anatomische Erklärung: Bei Frauen ist die Harnröhre kürzer, was es Krankheitserregern erleichtert, in die Blase einzudringen. Typische Anzeichen für Blasenentzündungen sind neben der Verfärbung des Urins auch ständiger Harndrang sowie ein brennendes und schmerzendes Gefühl beim Wasserlassen.
Eine Blasenentzündung sollte nicht vernachlässigt werden, da die Erreger andernfalls in die Nieren gelangen können. Bei einer Nierenbeckenentzündung ist die bakterielle Infektion bereits fortgeschritten, und nur Antibiotika können noch Abhilfe schaffen. Im Gegensatz zur Blasenentzündung treten bei einer Nierenentzündung oft Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen auf. Häufig sind auch starke Schmerzen in den Flanken zu verzeichnen.
Bei Männern kann eine vergrößerte Prostata das Risiko von Harnwegsinfektionen erhöhen, die sich ebenfalls durch das Vorhandensein von Blut im Urin bemerkbar machen können. Bei ihnen kann Hämaturie auch auf Entzündungen der Harnröhre oder der Samenblase hinweisen.

So überprüfen Angehörige die Beschaffenheit des Urins

Normaler Urin weist eine Farbpalette von hellgelb bis dunkelgelb auf. Bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr, was bei älteren Menschen und Pflegebedürftigen häufig vorkommt, kann der konzentrierte Harn fast rötlich erscheinen. Darüber hinaus können Lebensmittel wie Rote Beete, Brombeeren oder Heidelbeeren sowie bestimmte Medikamente vorübergehend die Urinfarbe verändern. Wenn die Rötung über mehrere Toilettengänge hinweg anhält, kann dies tatsächlich auf das Vorhandensein von Blut im Urin, auch als Hämaturie bekannt, hinweisen. Wenn ein Arzttermin nicht kurzfristig verfügbar ist, haben pflegende Angehörige die Möglichkeit, den Nachweis selbst mithilfe entsprechender Teststreifen aus der Apotheke durchzuführen.

Für pflegende Angehörige und Fachkräfte gibt es verschiedene Methoden zur Untersuchung des Urins des Patienten:

  1. Überprüfung des Urins im Inkontinenzmaterial
  2. Untersuchung des Urins in der Bettpfanne
  3. Prüfung des Urins kurz nach dem Toilettengang in der Toilette
  4. Untersuchung des Urins in einer Urinflasche
  5. Überprüfung des Urins im Urinbeutel eines Urinalkondoms

Blut im Urin infolge von Verletzungen der Nieren & Harnwege

Unfälle können Verletzungen oder Risse im Bereich der Nieren und Harnwege verursachen. Fremdkörper wie Harnsteine oder Nierensteine in der Harnröhre können ebenfalls Schmerzen und Blut beim Wasserlassen auslösen. Darüber hinaus können Dauerkatheter die Harnwege reizen und Entzündungen begünstigen. Die unangenehmen Folgen reichen von Harnstau über Störungen und Schmerzen beim Wasserlassen bis hin zu Nachblutungen, wenn der Katheter entfernt wird.

Nierensteine & Blasensteine als Auslöser von Blut im Urin

Auch Steine, die sich in den Nieren, der Blase oder den Harnleitern bilden, können schmerzhafte Verletzungen und Blut im Urin verursachen. Die scharfen Kristalle in den Steinen führen zu verschiedenen Beschwerden, je nachdem, wo sich die Harnsteine befinden. Diese Beschwerden können Rücken- und Unterleibsschmerzen oder Schmerzen im Genitalbereich einschließen. Bei Blasensteinen verspüren Betroffene oft den Drang zur Harnentleerung, jedoch kommt nur wenig Urin heraus. Steine sind weit verbreitet, und nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Urologie erkranken jährlich mehr als eine Million Menschen daran. Nierenzysten sind im Vergleich dazu viel seltener die Ursache für Hämaturie und verursachen normalerweise erst Beschwerden, wenn sie platzen und bluten.

Wann sollten Sie mit Blut im Urin zum Arzt?

Nicht jede Verfärbung des Urins ist ein unmittelbares Anzeichen für eine schwerwiegende Krankheit. Dennoch, wenn Sie unsicher sind oder eine Veränderung bemerken, ist es ratsam, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Folgenden führen wir verschiedene Urinfarben auf und erläutern mögliche Ursachen.

  • Farbloser Urin: Dies ist ein gutes Zeichen und zeigt an, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

  • Hellgelber Urin: Eine normale Urinfarbe, die auf gute Gesundheit hinweist.

  • Dunkelgelber Urin: Dies könnte darauf hinweisen, dass Sie mehr trinken sollten. Je konzentrierter der Urin ist, desto dunkler wird er.

  • Orangefarbener Urin: Dies könnte auf Dehydration hinweisen, und es ist ratsam, Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen. Wenn die Verfärbung jedoch anhält, sollten Sie auch Leber- oder Gallenprobleme in Betracht ziehen.

  • Roter / Pinker Urin: Nach dem Verzehr von roter Beete kann der Urin vorübergehend rötlich erscheinen. Wenn Sie jedoch keine entsprechende Nahrung gegessen haben oder Beschwerden beim Wasserlassen auftreten, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, da roter Urin auf eine Harnwegsinfektion hinweisen kann.

  • Bräunlicher Urin: Dies ist ein ernstes Warnsignal, und Sie sollten sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Es könnte auf das Vorhandensein von altem Blut im Urin hinweisen.

Diagnose & Behandlung bei Blut im Urin

Normalerweise erfolgt die Diagnose von Blut im Urin zunächst durch Labortests beim Hausarzt. Bei komplexeren Fällen, die nicht auf eine einfache Blasenentzündung zurückzuführen sind, sind weiterführende Untersuchungen bei Fachärzten wie Gynäkologen, Urologen oder Nephrologen erforderlich. Zu den diagnostischen Verfahren gehören neben Ultraschall und Blasenspiegelung auch bildgebende Untersuchungen wie Computertomografie oder Magnetresonanztomografie. Sobald die Ursache festgestellt ist, wird eine entsprechende Therapie eingeleitet. In den meisten Fällen können Entzündungen der Blase, der Nieren und der Harnleiter dank Antibiotika erfolgreich und ohne Komplikationen behandelt werden. Auch Harnwegskrebs ist gut behandelbar, wenn der Tumor frühzeitig erkannt wird. Daher empfiehlt die Deutsche Krebshilfe allen Männern mittleren Alters dringend, die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Risikofaktoren & Prävention von Blut im Urin

Folgende Personengruppen sollten bei Auftreten von rotem Urin sofort ärztliche Hilfe suchen: Patienten mit Prostatabeschwerden, Diabetiker, Menschen mit Nierenerkrankungen, Bluter und Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen.
Das Rauchen, hoher Blutdruck, Alkoholkonsum, Schmerzmittel und Umweltgifte können die Nieren belasten. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann Entzündungen vorbeugen und die Genesung beschleunigen, da sie Krankheitserreger schneller durch den Urin ausschwemmt. Blasentee und stilles Wasser können den Entgiftungsprozess unterstützen und auch der Bildung von Harnsteinen vorbeugen.

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